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Blues-Rock Übungsstück – E-Gitarre Melodie

Der Zwei-Finger-Rock-Song

Im ersten Beitrag zu „Burning Street“ habe ich die leichte und sehr eingängige Rhythmusgitarre bereits erklärt. Hier geht es jetzt um die Melodie zu diesem Blues-Rock-Übungsstück in der Tonart C-Moll.


Sie kommt ebenso simpel daher, birgt aber auch ein paar rhythmische wie technische Hürden. Trotzdem ist das Stück sehr gut für E-Gitarren Anfänger geeignet; Die Melodie besteht aus wenigen Tönen der C-Moll-Pentatonik und im Prinzip brauchst Du nur zwei Finger dafür.... und Fingerspitzengefühl.

Job-Sharing von 1. und 3. Finger

Der erste und der dritte Finger der Greifhand teilen sich bei der Solo-Linie von „Burning Street“ die Hauptaufgaben untereinander auf. Den ersten Ton – ein Double-Stop am 8. Bund quer über g- und h-Saite – spielst Du am besten mit dem ersten Finger Barrée und das „c“ am 10. Bund der D-Saite mit dem Ringfinger.
Blues Rock ala ZZ Top für Gitarrenanfänger
Blues-Rock-Melodie in C-Moll:
Pentatonik-Licks für E-Gitarren Anfänger

Diese Figur hast Du sicher schnell in den Fingern. Eine größere Hürde liegt sicherlich in der Rhythmik: zwar wird die Phrase mit dem immer gleichen Fingersatz gespielt, allerdings beim ersten Mal auf Zählzeit „2“ und erst beim zweiten Mal auf die „1“.

Übungstipp

Übe zunächst die Phrase für sich – also auf Zählzeit „1“ beginnend, und verschiebe sie dann auf Zählzeit „2“. Wenn beide Varianten sitzen, kombinierst Du sie ganz einfach hintereinanderweg.

Auch in der zweiten Zeile teilt sich das Spielmotiv auf die beiden Finger „1“ und „3“ auf. Die Finger greifen dabei fast ausschließlich auf der G-Saite am 8. und 10. Bund (=1. und 3. Finger). Einzige Ausnahme ist das „c“ am 10. Bund der D-Saite (2. Zeile, 3. Takt).

Die Ohren spielen mit

Bis dahin wird der dritte Finger auch zum Bendig auf der g-Saite eingesetzt. Dabei ziehst Du die gedrückte Saite mit dem Finger (und möglichst auch der Unterstützung durch den 2. und/oder 1. Finger) nach oben sodass der Ton um einen Halbton höher wird. Auf diese Weise ziehst Du den Ton vom 10. Bund hoch bis der Ton, der am 11. Bund wäre, klingt.

Die richtige Balance des Saitenziehens zu finden, erfordert neben Fingergeschick auch feines Hinhören. Denn jeder gezogene (oder nicht gezogene) Millimeter beeinflusst den Ton: Wenn Du zu kräftig anziehst, kann er zu hoch werden, bei zu wenig Zugkraft wird der Ton vielleicht zu tief sein.

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