18.04.2013

Metal-Riff in Em

Der schnelle Wechsel

In VH Kick hab ich Euch bereits ein ähnliches Metal-Riff gezeigt - jetzt gehts in die Hochgeschwindigkeitsecke. Aber keine Angst: Die Idee ist einfach gehalten und bereits im langsamen Tempo klingt das Riff prima.

Richtig geil wird das ganze natürlich, wenn Tempo in die Sache kommt. Und dazu brauchts neben einer cleveren Technik vor allem eins: langsames Üben!

 

Fingersatz? Easy

Fast das ganze Riff spielt sich auf der tiefen E-Saite ab. Die Töne am 2., 3. und 5. Bund greifst Du am besten mit dem Zeige-, Mittel- und Ringfinger (ZF, MF und RF) der Greifhand. Also wäre ein guter Einstieg in dieses Riff, zunächst mal die Basistöne Ton für Ton zu spielen: Leersaite E - ZF am 2. Bund E-Saite, MF am 3. Bund und RF am 5..

Damit wäre die Grundidee des ersten Takts schon einmal angerissen. Der zweite Takt entspricht sozusagen nur der ersten Hälfte des ersten Taktes, dann folgen zwei Taktschläge Pause (Puh!): Leersaite E - ZF am 2. Bund und MF am 3. Bund - PAUSE. 

 

Schönes Metal Riff in Em:
Auch hier liegt das Geheimnis wieder im Wechselschlag.

Das Plectrum daddelt durch

Soweit, so einfach. Die eigentliche Geschwindigkeit liegt auch hier wieder - wie so oft - im Zusammenspiel zwischen Greif- und Zupfhand. Denn zwischen den einzelnen Stationen (eine passende Übung zum Wechselschlag findest Du hier) "läuft" die tiefe E-Saite quasi permanent durch. Das heißt für die Picking-Hand fast permanent: ab-auf-ab-auf.

 

Der Trick: Erst "ab" dann "auf"

Der fieseste Kniff liegt wahrscheinlich darin, dass Du den ersten gegriffenen Ton (ZF 2. Bund auf Zählzeit 2) mit einem Abschlag, den nächsten (MF 3. Bund) dagegen mit einem Aufschlag kurz vor Zählzeit 3 anspielst.

Das klingt kompliziert - ist aber ein Bewegungsablauf, der schnell ins Blut geht. Sprech Dir mal vor: TA-Ti-Ti-TA-Ti-Ti-TA. Dabei entspricht "TA" dem gegriffenen Ton und "Ti" der Leersaite. Legt man das mit dem Auf- und Abschlag der Plec-Hand übereinander, klingt der "Merkvers" etwa so: AB-Ti-Ti-AUF-Ti-Ti-AB.
 

Alles einfach - aber das Tempo...

Die zweite Zeile ist geschenkt: Kurzer E-Powerchord auf Zählzeit 1 und 3. Im zweiten Takt musst Du nur noch einen fetten G- und A-Powerchord greifen, jeweils auf Zählzeit 3 und 4. 

Eigentlich kein großer Trick - wäre da eben nicht das sehr hohe Tempo. 16tel-Noten bei 80 Bpm - das kann einen schon ins schwitzen bringen. Und darum gehts eben beim Speedmetal: Einfache Riffs treffen auf hohe Geschwindigkeit!

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