13.09.2018

Pentatonik Blues-Rock in Am

In Schieflage gespielt

In „Black Horses“ steht die 3. Position der Pentatonic-Scale speziell im Fokus. Obwohl der Fingersatz ein paar sehr gleichförmige Stellen aufweist, ist es wieder die schiefe Stelle, die dem Greifmuster interessante Melodien entlockt.


Das Blues-Rock-Stück ist gut für fortgeschrittene Spieler geeignet. Dabei geht’s vor allem darum, die Pentatonic-Scale an dieser Stelle intensiver kennenzulernen. Und einen schönen Open-String Trick aus der Country-Schublade gibt’s auch noch obendrauf.


3. Scale – eher unbeliebt

Pentatonic-Scale 3. Position:
Die schräge Mitte klingt interessant
Die 3. Position der Pentatonic-Scale ist an sich recht eingängig zu spielen – und doch steht der Fingersatz eher selten im Mittelpunkt. Vielleicht weil gerade die eigentlich einfache Symmetrie auf den tiefen Saiten (E bis D werden „praktisch mit 1. und 3. Finger runter gespielt“) zwar gut spielbar aber klanglich nicht besonders spektakulär ist.

Doch auch wenn der Mittelteil des Fingersatzes (ab D-Saite aufwärts) ein wenig „windschief“ erscheint, birgt das Setting schon ein paar schöne Spielmöglichkeiten. Beim einfachen Tonleiter entlang spielen ist das Umgreifen zwischen D- und g-Saite (der 1. Finger springt aus der Lage einen Bund tiefer) sowie von g- auf h-Saite (1. Finger springt wieder zurück) eine ungemütliche Sache

Andererseits verstecken sich zwei praktische Rauten in der Skala:

D- und G-Saite

H- und E-Saite

Klanglich reizvolle Stellen

"Black Horses" - FreeTabs zum Songs

An diesen Stellen kann man klanglich sehr reizvolle Licks einsetzen. Wenn Du den Fingersatz noch ein wenig modifizierst, sodass Du z.B. den 1. Finger auf der G-Saite und den 2. auf der D-Saite platzierst, sind schnelle Wiederholungen an dieser Stelle kein Problem mehr.

„Black Horses“ spielt genau auf diese Möglichkeiten an. Die Melodie aus Takt 4 und 5 wird rhythmisch variiert und wiederholt. 
Im Vers kommt später noch ein weiterer Vorzug der 3. Position zum Tragen: Die Melodie kann  ganz einfach eine Oktave höher „gespiegelt“ werden mit einem sehr ähnlichen Fingersatz.

Tabs zu "Black Horses" - Seite 2

Country-Lick im Intro

Im Chorus-Teil von „Black Horses“ ist ein schönes, intensives Bending-Lick untergebracht (z.B. Takt 12 und 16). Außerdem gibt’s in Intro, Outro und Refrain noch einen kleiner Trick aus der Country-Schublade, der gerade in der 3. Position der Am-Pentatonik recht gut klingt: gegriffene Töne in einer hohen Lage wechseln sich im Picking ab mit einer (deutlich tieferen) Leersaite. (z.B. Takt 1-4)

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