Peter Bursch Kinderliederbuch

Gut für zwischendurch

Peter Bursch gehört zu den besonders bekannten Pionieren des populären Gitarrenunterrichts. „Gitarrespielen lernen ohne Noten“, dieses weit verbreitete Mantra lässt sich auch auf Burschs Werk zurückführen. Damit erntete er gleichzeitig auch kritisches Stirnrunzeln in der Gitarristen-Welt. Ab und an lohnt ein Blick in sein Bücher-Reperoire, und Peter Bursch's „Kinderliederbuch“ ist allemal einen zweiten Blick wert. Denn „ohne Noten“ macht er's hier nicht.

Einfach gehalten

„...die schönsten und populärsten Kinderlieder für Gitarre“, lautet das Titelversprechen von Peter Bursch's „Kinderliederbuch“ (Voggenreiter). Auch wenn im Inhaltsverzeichnis Ausreißer wie „Duisburg ist 'ne schöne Stadt“ (sic!) und „Marmor, Stein und Eisen bricht“ Fragezeichen aufwerfen, passt insgesamt die Auswahl bekannter Kinder-Lieder und Sing-a-longs. 
Peter Burschs Kinderliederbuch
Einfach gehalten:
Kinderliederbuch für Gitarre
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Von „Auf der Mauer, auf der Lauer“
, über „Die Affen rasen durch den Wald“ bis zu “Von den Blauen Bergen kommen wir“ sind die meisten der fast 60 Lieder in dem Buch sind schöne Standardstücke, die auf jeder Kinder-Party und jedem Familienfest gern gespielt werden.

 

Jedes Stück eine Lektion



Dem Buch liegt kein übergeordneter didaktischer Aufbau zugrunde. Jedes Stück ist eine in sich geschlossene Lektion mit Akkord-Griffbildern, Tabs zu Zupfmustern und Schlagmustern. Leicht verständliche Texte erklären die Spieltechnik ausführlich und routiniert detailliert. 
Dabei ist da


s Spielniveau insgesamt sehr einfach gehalten: Viertel- und Achtelrythmen, Grundgriffe in erster Lage, keine Barrée-Griffe oder überstreckte Griffe. Das typische Peter Bursch-Universum: „simpel, simpel, simpel“.

Peter Burschs Kinderliederbuch
Doch nicht ohne Noten:
"Kinderliederbuch" von Peter Bursch

Trotzdem fehlen Noten hier nicht: Die Lieder sind jeweils auch in klassischer Notenschrift dargestellt mit Gesangsmelodie im großen Notenbild und Akkord-Symbolen darüber. Das macht das Liederbuch vor allem interessant als Beiwerk zum klassischen Gitarrenspiel und der typischen Aufbauliteratur. Durch das einfache Niveau können so SpielerInnen kinderleicht ihr bisheriges Gelerntes aus Gitarrenschulen um ein schönes Lieder-Repertoire ergänzen.

 

FAZIT

Der größte Vorteil von Peter Bursch's „Kinderlieder“ Buch kann dabei auch zum Nachteil werden. Denn das konstant simple Spielniveau wirkt auf Dauer etwas reizarm. Fortgeschrittene und ambitionierte SpielerInnen dürften die paar Grundakkorde und Schlag-/Zupfmuster schnell drauf haben und dann ist vielleicht bald die Luft raus.

+ Sehr einfache Stücke
+ Gute Erklärungen
+ Einfache Arrangements
- Kein didaktischer Aufbau
- Auf Dauer zu simpel


Als schickes Einstieger-Liederbuch mit einem breiten Repertoire an beliebten Stücken ist das „Kinderliederbuch“ aber eine Bereicherung für die eigene Notenbibliothek. Gerade zu Anlässen wie privaten (Geburtstags-)Feiern, Weihnachtszeit oder Familien- und Freundebesuchen brennt hier nichts an. Und mit den Spielanleitungen ist es auch sehr gut zum Selbststudium geeignet oder kann als Ergänzung zum regelmäßigen Gitarrenunterricht dazugenommen werden.
 

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