23.02.2013

Pentatonik-Übung in C-Moll - Teil 2/2

Kleiner Dreh - Anders rum!

Das Prinzip dieser sehr effizienten Pentatonik-Übung habe ich bereits in diesem Artikel erklärt. In diesem Text geht's jetzt um den nächsten Schritt: Die Umkehrung.

Im ersten Teil habe ich Dir erklärt, wie Du die Übung von der hohen zur tiefen E-Saite spielst. Jetzt kommt die andere Richtung dran - und die hat's wiederum in sich! Denn jetzt liegt die Betonung auf derselben Saite, auf der diesmal zwei Töne gespielt werden! Aber keine Sorge - ist nur ein kleiner Dreh...


Zwei auf einen Streich - Argh!

... mit großer Wirkung. Die Prinzipien der Übung bleiben bestehen: vier Töne, Wechselschlag, einfache Idee - das Tempo bestimmt die Schwierigkeit. Doch mit der kleinen Veränderung "diesmal zuerst zwei Töne auf einer Saite" ändert sich das Bewegungsempfinden im Zusammenspiel zwischen Greif- und Zupf-Hand.

Und genau darum geht's schließlich: Grenzen ausloten und experimentieren. Achte deshalb vor allem auf den Übergang von der Abwärts-Übung zur Aufwärts-Übung. Um den flüssig hinzukriegen (in beide Richtungen wohlgemerkt) solltest Du die Stelle seperat üben und anschließend in die Gesamtübung einbauen.

Der Haken mit dem Fingersatz

Auch in die Gegenrichtung (von der tiefen E-Saite hinauf zur hohen e-Saite) stellt Dich der Fingersatz der 5. Position vor ein paar besonders knifflige Aufgaben. Während erst noch der erste und dritte Finger die Töne spielen (e1-e3-a1-e3) kommen im Saitenpendel zwischen A- und H-Saite plötzlich drei Finger dran: a2-a4-d1-a4.

Besonders schwierig ist häufig der Sprung des Zeigefingers vom 6. Bund A-Saite auf den 5. Bund der D-Saite. Also mach Dir diesen Lagenwechsel (Zeigefinger "liegt" erst am 6. dann am 5. Bund) kurz bewusst - dann fällt es Dir leichter, die richtige Stelle später auch zu treffen.

Vier sind schneller als drei

Noch ein Wort zum kleinen Finger: Auch wenns am Anfang durchaus schwierig ist, lohnt es sich, bei solchen Übungen den kleinen Finger der Greifhand zu trainieren. Das dient vor allem der Tempo-Entwicklung. Denn da gilt - eigentlich fast schon logischerweise: Vier Finger sind schneller als drei!

P.S.: Skyfall - üben mit James-Bond

Nachdem "Skyfall" den Oscar für den besten Filmsong erhielt, habe ich mit meinen Schüler natürlich auch dieses Thema diskutiert und gespielt. Die obige Übung passt perfekt über den Soundtrack - deshalb hier das Video (quasi als Übungs-Playback)! (solange es die GEMA erlaubt...)

 

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