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3 Chromatische Melodie-Riffs

Ein Ton pro Finger

Auf der Suche nach Impulsen um das Gitarrenspiel möglichst unverbindlich und zugleich spielerisch einzuleiten, bieten sich chromatische Melodien an. Oft steckt dahinter ein einfaches, sich wiederholendes Motiv, bei dem – dank der Bund-für-Bund-Konstruktion – jeder Finger der Greifhand einmal gefordert ist.
Doch bei aller Einfachheit – mitunter sind chromatische Melodien anstrengend anzuhören. Hier 3 Beispiele chromatischer Riffs, in denen viel Musik steckt.

Chromatische Läufe, also Halbton für Halbton gespielte Melodien, kommen auf der E-Gitarre häufig innerhalb von recht komplexen (Jazz-)Solos vor. Einfache Figuren finden sich dagegen öfter in der Bass-Stimme größerer Arrangements. Dabei werden meistens Akkorde mit engen Tonbewegungen verbunden oder an sie heran-gespielt.

„Pink Panther Theme“-Figur

3 chromatische Warm-Up-Riffs für E-Gitarre:
Tabs und Noten zu Pink Panther, Peter Gunn und Chameleon
So eine Verbindung steht bei der Bass-Figur von „Pink Panther Theme“ im Mittelpunkt. Der Lauf beginnt am 4. Bund der A-Saite mit dem 1. Finger (Zeigefinger). Dann kommen 2., 3. und 4. Finger jeweils am 5. , 6. und 7. Bund dazu (Auftakt zu Takt 1). Später (in Takt 2 und 3) wandern die Finger wieder zurück vom 7. zum 4. Bund – ein Finger nach dem anderen löst sich.
Die Fingerbewegungen lauten also: 1, 2, 3, 4 und 4, 3, 2, 1

Abgerundet wird die Figur aus Musik zu "Der rosarote Panther" in meiner Übung mit einer Figur auf der E-Saite. Dabei spielt jeweils der landende Finger den Ton am 7. bzw. 4. Bund auf der Tiefen E-Saite und anschließend die offene E-Saite.
Die Fingerbewegungen lauten: 1, 2, 3, 4 – 4 – 0 und 4, 3, 2, 1 – 1 – 0

„Peter Gunn Theme“-Riff

Aus derselben Feder stammt auch das zweite chromatische Melodie dieser Reihe. Henry Mancini hat beim Titelsong zur Krimi-Serie "Peter Gunn" ein Gitarren-Riff in den Mittelpunkt gestellt. Hier sind wieder die Finger 1 - 4 nacheinander gefragt. Allerdings ist die Abfolge etwas variiert.
D7#9 Akkord
für Gitarre
Die Fingerbewegungen lauten: 1, 2, 4, 3

Ins Rollen gebracht wird das Riff durch eingestreute offene E-Saiten-Klänge zwischen den gegriffenen Tönen. Eine Spielweise die vor allem im Heavy Metal eine wichtige Rolle spielt.
Trotzdem ist das "Peter Gunn Theme" eine vergleichsweise harmlose Variante und kann in verschiedenen Stilen interpretiert werden.

„Chameleon“-Basslauf

Das letzte chromatische Riff dieser Reihe ist ein Vertreter aus dem Fusion-Jazz. In dieser Spielart des Jazz spielen mitunter "entrückte" Tonfolgen eine wichtige Rolle - und natürlich auch chromatische Melodien. Herbie Hancocks "Chameleon" basiert auf einem Basslauf, der den Grundton der jeweiligen Akkorde (hier Am7 und D7) in Halbtonschritten anspielt.

Am Schluss drangehängt:
E7#9-Griff für Gitarre
Die ursprüngliche Idee wird einer anderen Tonart gespielt. Auf der Gitarre eignet sich die Kombination Am/D7 da hier für die Töne auf den Melodie-Saiten dann z.B. die offene G-Saite verwendet werden kann. Trotzdem ist "Chameleon" eine einfache Idee mit trickrecher Ausführung: Der Rhythms der hohen Töne startet z.B. mit einem Off-Beat und wird so am besten mit einer Aufschlag-//-Abschlag-Kombination gespielt. Zudem müssen die Finger ein paar Saiten überspringen. String-Skipping heißt das in der E-Gitarren-Sprache und kann schon mal zur Zielübung für die Greifhand werden.

Schlussakkord E7#9 bzw. D7#9

An den Schluss jedes Riffs habe ich den berüchtigten "Hendrix"-Akkord gesetzt: E7#9 bzw. D7#9. Der Fingersatz ist kompakt innerhalb der Saiten A bis h. So lässt sich der Griff einfach entlang des Griffbretts verschieben. Der Akkord mag zwar nicht immer der Original-Vorlage entsprechen, passt aber gut zu der Idee der chromatischen Riffs.

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