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Die "Strickliesl"

Drei vor, eins zurück...
kleines Gitarristen-Glück


Beim Solo-Improvisieren stehen Gitarristen oft vor einer ziemlichen Herausforderung: Was soll ich spielen? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten - immerhin ist im Prinzip ja alles möglich. Ein paar kleine "Helferlein" können jedoch wahre Improvisations-Wunder bewirken. Sequenzen sind solche "Helferlein".

Fixe Folge als Ideengeber

Sequenzen helfen auf die Sprünge:
Die "Strickliesl"
Eine Sequenz ist quasi eine vorher festgelegte Abfolge, in der die Töne einer Tonleiter hintereinander weg gespielt werden. Durch die "fixe Idee" wird aus einem einfachen Tonleiter-rauf-und-wieder-runter gleich ein interessanter, melodischer Lauf. Welche Idee Ihr dabei zugrunde legt, bleibt Euch überlassen.

Ein sehr einfaches aber doch wirkungsvolles Muster ist die Sequenz, die ich mal eben "Strickliesl" getauft habe. Dabei spielt man einfach die A-Moll-Pentatonik einmal vorwärts und wieder zurück. Allerdings wird die Skala nach dem Prinzip "3 vor 1 zurück" aufgeteilt. Also springt man nach den ersten drei Tönen (a - c - d) wieder einen zurück und spielt wieder drei (c - d - e) und so weiter (d - e - g - e - g - a...).

Obwohl Sequenzen einfach zu üben sind und auch recht schnell nach "richtigem Gitarrensolo" klingen können ist ein wenig Vorsicht im Live-Betrieb geboten: Zuviel stupides Formschema schadet nur und wird vom Zuhörer schnell als "langweiliges Gefrickel" abgestempelt. Vor allem als "Läufe" (etwa von einem Fingersatz zum nächsten...) sind solche Strukturen aber sehr praktisch. Sparsam eingesetzt können Sequenzen ein nettes "Kabinettstückchen" Eurer Soloperformance werden.

Die "Strickliesl" als 8-tel/16-tel-Mischung

Best Practice: langsam üben!

Am einfachsten lässt sich diese Sequenz als Viertel- oder Achtel-Sequenz bei langsamen Tempo (60 bis 80 bpm) üben. Wenn der Bewegungsablauf erst einmal richtig sitzt, könnt Ihr das Tempo erhöhen oder auch mal 16-tel Noten dazumischen. Richtig knifflig wirds schließlich, wenn die Strickliesl triolisch gespielt wird.

Auch hier gilt: sobald es flüssig klappt, wirds Zeit sich eine neue Challenge zu suchen. Dabei kann man (ganz unkreativ) richtig systematisch vorgehen: Jeden Fingersatz extra üben - sobal das geht die Fingersätze mischen - oder auch mal die Sequenz nur auf einer Saite spielen (klingt sehr nach Steve Lukather). Grenzen gibts nicht - also legt los!

1 Kommentar:

  1. Hi Gery,
    das ist ganz schön knifflig, aber es ist zu machen.
    LG D.W

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