Clip-Stimmgerät für Gitarre

Auf den Kopf geklemmt


Ich habe mir ein neues Stimmgerät gekauft. Sicher, ich hab schon ein paar Tuner - aber bislang hatte ich noch keinen Clip-Stimmer. Derzeit arbeite ich viel mit Open Tunings auf der Akustik-Gitarre; und nachdem mir beim Stimmen bereits Saiten gerissen sind, dachte ich mir, ich hol mir mal so einen Clip.


Bei einem spontanen Besuch im Musikladen hab ich mir schließlich den Fender FT-004 Chromatic Clip-Tuner gekauft. Was soll ich sagen: ich bin vollends zufrieden! Das Ding war günstig und macht was es soll. Doch trotz aller Funktionalität gilt auch: es ist nicht für alle Anwendungen geeignet.

Nichts für dunkle Bühnen

Bislang konnte ich den winzigen Helferlein, die Du an die Kopfplatte klemmst, nämlich nicht viel abgewinnen. Denn für E-Gitarre sind diese Geräte nur begrenzt von Vorteil. Gerade für große (und oft dunkle) Bühnen sind Clip-Stimmer zu empfindlich. Außerdem sieht so ein Gerät ziemlich blöd aus, wenn es die ganze Zeit auf der Kopfplatte thront (Deine Zuschauer wissen schließlich oft nicht, was das überhaupt sein soll.).

Der Fender FT-004 Chromatic Clip-Tuner kommt deshalb bei mir vor allem auf der Akustik-Gitarre zum Einsatz und gehört (nicht zuletzt wegen der speziellen Batterien, die im Lieferumfang enthalten sind) fest zu einer bestimmten Gitarre (die dieselben Batterien für die Elektrik benötigt). Durch die Clip-Technik spielt, im Gegensatz zum konventionellen Stimmgerät, die Umgebungslautstärke keine Rolle. Das Display leuchtet hell, und wechselt die Farbe von blau zu grün wenn der Ton stimmt - das ist leicht zu verstehen, selbst in stressigen Situationen.




Feine Sache auf der A-Gitarre

Bei der Anleitung hätte sich der Hersteller etwas mehr Mühe geben können. Zwar werden die Grundfunktionen und der Batteriewechsel ordentlich erklärt - wofür die kleinen Buchstaben auf dem Display stehen, die bei Knopfdruck zwischen C, G, B, V und U wechseln, wird allerdings nicht erwähnt. Meine Vermutung ist: C = chromatisch (erkennt alle Töne selbst), G = Gitarre (erkennt nur Gitarrenstimmung), Bass (nur Bass-Stimmung), Violine und Ukulele. 

Wenn man auch diesen Kniff verstanden hat, ist der Clip-Tuner eine feine Sache - an der Akustik-Gitarre. Für die E-Gitarre sowie den Einsatz im Unterricht bzw. zum Üben greife ich allerdings lieber zu Stimmgeräten, die etwas mehr können und vor allem größer und robuster sind.

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