11.07.2013

Typische Akkordfolge in C-Dur

Griffe für den „Sunshine Reggae“

Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die einen richtig fordern können. In diesem Text geht es zum Beispiel um ganz simple Gitarrengriffe: C, F und G - eine sehr populäre Akkordfolge, die Dir häufig begegnen wird.


Die Griffe sind wirkliche Grundakkorde, die jeder Gitarrist beherrschen sollte. Na gut, der Barré-Griff „F“ ist etwas für leicht fortgeschrittene Spieler – aber die eigentliche Schwierigkeit dieser Übung liegt im Rhythmus. Denn da fehlt was!

Zu den Griffen

Typische Akkordfolge in C-Dur:
Die Gitarrengriffe C, F und G in Kombination.
Der C- und der G-Dur Akkord sind sich sehr ähnlich (lies Dir dazu einfach den Text „Die Dur-Akkorde-Welt“ durch, falls Dir die Beziehung dieser beiden Griffe neu ist). Wirklich kompliziert ist in dieser Griff-Kombination eigentlich nur der F-Dur Akkord, den ich in dieser Version als Barré-Griff dargestellt habe.

Um den Wechsel von C- auf F- sauber zu meistern, solltest Du darauf achten, dass der 1. Finger (=Barré-Finger) der Greifhand auch der erst ist, den Du greifst. Das erfordert gerade am Anfang etwas Geduld. Um Dir das Geduldspiel zu erleichtern, kannst Du den 3. Finger sozusagen als Fixpunkt liegen lassen. So behalten die Finger den Kontakt zum Griffbrett und Du kannst recht entspannt den 2. Finger vom 2. Bund der D- zur G-Saite springen lassen (siehe grüne Pfeile in der Skizze).

Greifen trifft Schlagen

Beispiel für ein Reggae-Schlagmuster:
Die Off-Beats werden hier einfach simuliert
Das war erst der erste Streich. Jetzt geht es an die Rhythmik der kleinen „Sunshine Reggae“-Idee. Im ersten Schritt spielst Du jeden Akkord auf jede Viertel des Taktes einmal per Abschlag an (also auf 1, auf 2, auf 3... jeweils mit einer Abwärtsbewegung der Schlaghand).

Achte dabei darauf, dass Du jede nächste Zählzeit „1“ wirklich auch pünktlich anschlägst.  

Mein Tipp: Vergiss dabei die Greifhand (die wird schon zupacken!) und hau einfach drauf! Dieser Schritt ist wichtig, um das Zusammenspiel zwischen Greif- und Schlaghand zu schärfen.

Jetzt geht’s ins Off

Für das ultimative Reggae-Feeling musst Du jetzt, wenn die Griffwechsel gut funktionieren, einfach nur die Anschläge auf die Zählzeiten „1“ und „3“ weglassen (Schlag ins Leere) und die Zähler „2“ und „4“ betonen (Saiten anschlagen). Klingt leicht, ist aber in der Wirklichkeit recht knifflig.

Mein Tipp: Zähl Dir ein (indem Du Dir wirklich den Takt gesprochen „vorzählst“!): 1 - *schnipp* - 2 - *schnipp* - / 1 – 2*schnipp* – 3 – 4*schnipp* ; wobei Du die „fetten“ Zählzeiten lauter sprichst.

Das Lead-Sheet und alternative Griffe (aka Voicings) zum „Sunshine Reggae“ findest Du im Post „Coole Reggae-Griffe“. Die Melodie und das komplette Playalong habe ich im Beitrag „einfacher Reggae-Song für Gitarre“ zusammengefasst.

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