Anzeige oben

Slide-Gitarre Grundlagen

4 Tipps für schönen Bottleneck-Sound


Kaum ein Gitarrist kommt an dieser Technik vorbei: Slide-Gitarre. Das schöne am Sliden ist, dass Du mit wenig Spielaufwand (schließlich schiebst Du ja „nur“ einen Finger hin und her) schon einen ganz charakteristischen Sound erzeugen kannst. Vor allem in den Genres Blues-, Blues-Rock und Folk-Gitarre bist Du damit schnell zu Hause.


Doch leider gilt auch: nur wenige Gitarristen können mit dieser Spieltechnik umgehen. Wer schon mal ein Bottleneck um den Finger hatte weiß: Mehr als offene Akkorde rund um 3., 5., 7. oder 12. Bund ist auf Anhieb oft nicht drin. Dabei gilt es nur, ein paar Grundideen zu verstehen, um vorzeigbare Erfolge mit der Slide-Gitarre zu erzielen.

1. Finde Deinen eigenen Slide

Ein Bottleneck – das sagt schon der Name – bestand ursprünglich aus einem abgebrochenem gläsernen Flaschenhals. Inzwischen gibt es z.B. Bottlenecks aus Glas, glasähnliche Kunststoffe, Metall, Keramik.

Jeder Werkstoff hat unterschiedliche Eigenschaften: Die einen klingen auf der E-Gitarre besser, andere auf der Akustik. Je nach dem, welchen Finger ihr zum Sliden benutzt spielen auch Gewicht und Länge des Slides eine Rolle.

So unterschiedlich verschiedene Hände sind, so unterschiedlich kann auch die Wahl des individuellen Lieblings-Slides ausfallen. Da hilft ausführliches Testen im Musikladen Deiner Wahl mit der Gitarre Deines Vertrauens! Und zwar immer wieder mal, denn nicht nur die Hände verändern sich mit der Zeit.

2. Sorge für eine bequeme Haltung

Ziele mit dem Bottleneck direkt auf das Bundstäbchen
Bottleneck liegt auf dem Bundstab:
Intonation ist bei Slide-Gitarre entscheidend
Ein Bottleneck um den Finger schränkt die Bewegungsfreiheit der Greifhand enorm ein. Deswegen üben viele die Slide-Gitarren-Technik auch im Sitzen: Die Gitarre ist nah am Oberkörper, das Griffbrett gerade (so liegt auch das Bottleneck gleichmäßig auf) und der Hals in einem angenehmen Winkel, sodass das gerade Spielgerät auch wirklich parallel zum Bund aufliegt.

Die wenigsten denken daran, dass sie dieses Setting auch im Stehen brauchen um das Spielgefühl zu erreichen. Hängt die Gitarre nämlich plötzlich auf Kniehöhe, lässig über der Gürtelschnalle oder knapp unterm Kinn, sind alle Licks umsonst geübt, weils einfach technisch nicht mehr hinhaut.

3. Ziele auf das Bundstäbchen

Eigentlich ganz logisch – dennoch wissens viele nicht: Das Bottleneck „ersetzt“ das Bundstäbchen. Schließlich entspricht der klingende Gitarrenton der jeweiligen Saitenlänge (siehe auch „Orientierung auf dem Griffbrett – Erste Schritte“). Um den gewohnten Tönen möglichst nahe zu kommen, sollte die Auflagefläche des Bottlenecks direkt über den Bundstäbchen liegen.

Das braucht etwas Übung – schließlich sind Gitarristen gewohnt, die Fläche zwischen zwei Bundstäbchen anzuvisieren.

4. Dämpfen! So viel wie möglich!

Weil ein Bottleneck (im Idealfall) über alle Saiten gleitet entstehen eine Menge Nebengeräusche. Ähnlich dem normalen Gleiten über die Saiten (streiche einfach mal mit der flachen Hand übers Griffbrett) können diese Sounds manchmal ganz cool klingen. Die meiste Zeit stören sie jedoch.

Deshalb solltest Du so viele Saiten wie möglich dämpfen. Zum einen, indem Du mit der Picking-Hand z.B. mit dem Handballen oder einzelnen Fingern dämpfst. Zusätzlich solltest Du mit den Fingern „davor“ (z.B. einem freien Zeigefinger) die Saiten zwischen Bottleneck und Kopfplatte auch berühren, um unerwünschte Störgeräusche zu kappen.

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von www.slide-work.com - dem effektiven Slide-Guitar-Workshop für Einsteiger und Fortgeschrittene


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen