07.05.2013

Pentatonic-Sequenz mit Kniff

Der Lückenbüßer

Viele Gitarristen sagen sich "Pentatonic spielen - schön und gut, aber...". Dabei ist der typisch-pentatonische Klang ein feiner Sound auf der Gitarre. Man muss ihn nur entsprechend rauskitzeln.

Die Gitarre ist hervorragend dazu geeinget große Intervalle mit einfachen Fingerwegen abzuspielen (siehe auch "Der Oktav-Griff"). Und genau dieses Prinzip wird mit dieser Pentatonic-Sequenz aufgegriffen. Für Tasten-Instrumente ist der Lick ein Marathonlauf übers Instrument - für die Gitarre dagegen nur ein Fingerspiel.


Einfaches Grundmuster

Pentatonic-Sequenz mit Kniff:
Mit Mut zur Lücke zum coolen Penta-Sound
Das Prinzip dieser Sequenz ist ebenso simpel wie trickreich: zuerst wird immer die obere Hälfte des jeweiligen Fingersatzes gespielt (also die zum Korpus gerichtete Hälfte des Fingersatzes), auf der nächsten Saite die untere (die zur Kopfplatte gerichtete Hälfte des Fingersatzes) und auf der dritten Saite wieder die obere. Das bedeutet bei der ersten Position der Pentatonic zum Beispiel den Fingersatz: 4-1-3 (kl. Finger, E-Saite - Zeigefinger, A-Saite - Ringfinger, D-Saite).

Dieses Grundmuster wird dann über den ganzen Fingersatz gespielt. Schon auf der nächsten Saite sieht der Fingerablauf dann so aus: 3-1-3 (Ringfinger, A-Saite - Zeigefinger, D-Saite - Ringfinger, G-Saite). Für höhere Tempi bietet sich auch die Variante an: 3-1-4 (RF, ZF und kleiner Finger auf Höhe des Ringfingers auf der G-Saite).


Schöne Klänge - Schwere Griffe

Je nach Position der Pentatonic, je nach Fingersatz ergeben sich so verschiedene, teilweise sehr schöne Klänge - und verschiedene Griff-Szenarien. Die einen gehen besser, andere schlechter von der Hand. Trotzdem lohnt es sich, konsequent alle Positionen mit diesem Prinzip durchzuspielen um jeder Kombination ein mal kennen zu lernen. 

Natürlich kann diese Sequenz auch rückwärts gespielt werden - und ergibt wieder neue Klangbilder und Griffe. Daher habe ich zu jeder Sequenz nach der Vorwärts- auch eine Rückwärts-Abfolge gestellt.


 

Picking: Halb-Sweep

Beim Zupfen mit dem Plektron habe ich mir eine Kombination aus Sweep- und Wechsel-Schlag angewöhnt, die das Tempo schön forciert. Gerade in der "Rückwärtsbewegung" (z.B. "1. Position Rückwärts") lässt sich das schön üben: der erste Ton wird mit einem Abschlag angeschlagen, die Töne 2 und 3 (h- und g-Saite) jeweils mit einer Aufschlagbewegung; Pickmuster: ab-auf-auf.

Ähnlich ist das bei der Vorwärtsbewegung. Da gilt meist das Pick-Muster: auf-ab-ab.

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