Merlins Gitarrenstunde - Band 2

Mut zur Lücke, bitte!

Gute Gitarrenschulen für Fortgeschrittene zu finden ist nicht leicht. Vor allem für Kinder, die schon einiges an der Gitarre können oder mit ihrem ersten Gitarrenband durch sind. Diesen Teenagern das „passende“ Unterrichtsmaterial in nur einem Buch zu bieten, ist nahezu unmöglich.
Merlins Gitarrenstunde - Band 2:
Sehr viel Musik in einem Heft
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„Merlins Gitarrenstunde – Band 2“ von Monika Windlicht versucht, jene Lücke zu schließen. Erschienen 2013 im Verlag Hubertus Nogatz hat
das Buch eine Menge zu bieten. Doch das größte Plus ist größtes Manko zugleich.

Pentatonic-Sequenz mit Open Strings Em

Leere Saiten machen Dampf

Über Pentatonic-Sequenzen, wie die Strickliesl, habe ich bereits einige Texte verfasst. Welche Power in diesen Fingerspielchen steckt, zeigt dieses Beispiel.

Dabei wird eine Sequenz mit Open-Strings ergänzt. Das Spiel mit den "Leersaiten" an de E-Gitarre ist vor allem bei Country-Gitarristen wie Albert Lee oder Brad Paisley, Chet Atkins oder Jerry Reed sehr beliebt. Und das hat zwei unschlagbar verlockende Gründe.

Übungsstück zur Liedbegleitung in D-Dur

Fauler Finger im Mittelpunkt

Das Fingerstyle-Stück „Born to love“ ist entstanden, als ich mit einem Schüler verschiedene sus-Akkorde ausprobierte. Bei der Liedbegleitung mit dem D-Dur-Akkord traten Probleme auf; und statt eintöniger Übungen zum stabilen Greifen in der ersten Lage habe ich mir diese Etüde ausgedacht.

Obwohl eine Menge verschiedener Akkorde bei „Born to love“ zum Einsatz kommen, dreht sich buchstäblich alles um einen einzigen Finger. Der kann einfach liegen bleiben, während die anderen drei ins Rotieren geraten.

Pentatonic-Scale mit Blue-Note

Feeling hat einen Ton

Mit Blue-Note mehr aus der Pentatonic rauskitzeln

Der Ton ist magisch. Mit der Blue-Note machst Du aus der normalen Pentatonic-Scale eine unverwechselbare Blues-, Jazz-Tonleiter und Hochgeschwindigkeits-Scale in einem. Und das alles, obwohl nur ein einziger Ton dazu kommt.

Dabei ist die Blue-Note nicht unumstritten. So sehr sie Gitarristen (und andere Instrumental-Solisten) lieben, so suspekt und ungeliebt war dieses Intervall lange Zeit in der klassischen und ernsten Musik. Das lag – unter anderem – auch an ihrem diabolischen Sound.


Moll-Blues-Melodie in Gm

Jazziger Minimalismus

Viel Musik bei wenig Aufwand: Moll-Blues-Akkorde können selbst rustikale Pentatonic-Spieler schnell wie versierte Jazz-Gitarristen klingen lassen. Ein Beispiel für diese These ist der hier besprochene Song „I'm on my way“ - ein instrumentales Gitarrenstück angelehnt an die Spielweisen von Carlos Santana, Gary Moore oder auch Eric Clapton.



Das verwendete Tonmaterial entspringt hauptsächlich der G-Moll-Pentatonic. Im B-Teil kommen jedoch ein paar jazzigere Zwischentöne dazu. Ganz besonders wichtig sind bei diesem Song jedoch ausgerechnet die Töne, die Du nicht spielst.

Gypsy-Blues Melodie

Immer am Akkord entlang

Zur Begleitung eines typischen Gypsy-Blues-Stückes habe ich bereits geschrieben. In diesem Beitrag geht es um die Melodie von „The Gypsy Cat“. Obwohl ich sie für Violine komponiert habe, ist sie dennoch an der Gitarre entwickelt.

Und auch dort klingt sie klasse. Dabei kannst Du die Töne in verschiedenen Fingersätzen interpretieren. Bei dieser Tabulatur fokussiere ich jedoch die 7. Lage – aus einem ganz bestimmten Grund.

Jazzige Moll-Blues-Griffe in Gm

Smoother Sound ohne Stress

Dieses Stück lebt von den Details. Obwohl sich hinter „I'm on my way“ ein einfaches Moll-Blues-Schema verbirgt, steckt bereits eine Menge Jazz in diesem Song. Ganz im Stile von Carlos Santana oder Eric Clapton kannst Du bei diesem Begleitschema mit einfachsten Mitteln nach richtig melodiöser Jazz-Gitarre klingen.


Das liegt vor allem an den Akkorden. Diese sind im Kern zwar schlichte Dur- und Moll-Griffe geht. Doch der ein oder andere Spezialgriff ist eben auch mit an Bord. Und das verleiht der ganzen Sache eine gewisse Würze.

Blues-Akkorde in A-Dur

Der fiese kleine Unterschied

Neben der Blues-Akkord-Folge in Moll gibt es natürlich auch ein grundsätzliches Blues-Schema in Dur. In diesem Text erkläre ich Dir, wie Du dieses Schema mit einfachen Grundgriffen spielen kannst.
Nur ein Halbton Unterschied - und doch so anders:
Das Blues-Schema in A-Dur mit Greifhilfe-Skizze.

Doch obwohl der Unterschied zwischen Dur- und Moll – rein technisch betrachtet – gerade einmal einen Halbtonschritt bedeutet, wirkt sich das bei den Griffwechseln ziemlich deutlich aus. Im Vergleich zu den Moll-Blues-Akkorden ist dieses Schema daher komplizierter zu greifen. Ein große Hilfe liegt darin, sich die Greifwege der einzelnen Finger bewusst zu machen.

Gypsy-Blues in Em

Einfach?... verrückt!

Das Thema „Gypsy-Gitarre“ wird häufig unterschätzt. Bands, wie „Gypsy Kings“ kommen meist so harmlos daher; „nur“ drei oder vier Akkorde... und dennoch scheitern viele beim Versuch, die Stücke zu spielen.
 

Mit „The Gypsy Cat“ sage ich der Einfachheit einfach mal den Kampf an! Auch hier geht’s nur um eine Handvoll Akkorde – doch die Spielweise, vor allem die der Zupfhand, ist das Zünglein an der Waage.

Schwierige Pentatonic-Sequenz

Die große Strickliesl

Mit der „Strickliesl“ hab ich dir bereits eine sehr schöne und eingängige Pentatonik-Sequenz vorgestellt. Das Prinzip war einfach: 3 Töne vor, 1 Ton zurück – mehr nicht. Dieser Kniff läuft schnell wie von selbst und macht dann auch richtig Spaß. Doch aller Alltag ist grau...

… eine neue Idee muss her! Dazu drehe ich das Prinzip (3vor, 1zurück) einfach mal +1 weiter. Das birgt allerdings nicht nur aufregende neue Klänge, sondern auch Herausforderungen an die Greiffinger – was richtig knifflig werden kann.