Erste Akkorde

E-Moll ... und dann?!

Häufig lernen Gitarristen als ersten Akkord dem E-Moll Griff. Das liegt nahe, denn er  vereint zwei Dinge auf wunderbare Weise: einfacher Griff und einfaches "Zupfen". Um mit diesem Akkord zu spielen, brauchst Du nur zwei Finger der Greifhand und kannst mir der Schlaghand nach Herzenslust reindreschen.

Das macht Spaß, wird aber auch schnell langweilig. Deshalb habe ich Dir hier ein paar zusätzliche Griffe zusammengestellt, die all das auch können (leicht greifen + reindreschen + Spaß machen). 


Erst Moll...

Die ersten Akkorde im Überblick:
Moll und Dur liegen nahe beinander!
Der Reiz des E-Moll-Akkords kommt nicht von ungefähr: Du brauchts nur zwei Finger der linken (bzw. der Greifhand - also bei Linkshändern die rechte...) Hand und kannst alle sechs Saiten anschlagen (z.B. mit dem Daumen). Die Ziffern im Arbeitsblatt zeigen, welchen Finger der Greifhand ich meine: 1=Zeigefinger, 2=Mittelfinger, 3=Ringfinger, 4=kleiner Finger - den Daumen lassen wir jetzt mal noch weg! Den kannst Du in der Mitte der Hals-Rückseite parken, am besten direkt gegenüber des Zeigefingers. Dann hast Du die meiste Kraft zum drücken.

Der E-Moll kann also zum Beispiel mit dem Mittelfinger (2) und dem Ringfinger (3) gegriffen werden. Wenn Du den Griff so machst, kannst Du auch den "Partner" A-Moll auf ganz ähnliche Weise greifen: Finger 2 und 3 drücken am zweiten Bunde der A- und D-Saite, der Zeigefinger (1) drück den ersten Bund der g-Saite nieder.


...dann Dur 

Der A-Moll-Griff
Sicherlich hast Du davon schon einmal gehört: Es gibt Moll-Akkorde - aber es gibt auch das andere Akkord-Geschlecht: Dur. Im Sheet sind deshalb die beiden fröhlichen Verwandten von Em und Am aufgezeichnet: E- und A-Dur (normalerweise steht neben einem Dur-Akkord einfach nichts... also einfach nur "A" oder "C" meint "A-Dur" und "C-Dur"). 

Während der E-Dur nur die Erweiterung des E-Moll-Akkordes ist (Finger 2+3 bleiben, Zeigefinger kommt dazu und drückt die G-Saite am 1. Bund), stellt der A-Dur-Akkord das ganze ein wenig auf den Kopf. Die Finger 2+3 bleiben zwar zusammen - aber der Zeigefinger (1) liegt jetzt "über" den beiden anderen auf dem 2. Bund der D-Saite.

Übungstipps für die Akkordwechsel

E-Moll Gitarrengriff
Ich habe Dir für die jeweiligen Akkordwechsel ein kleines Stück zusammengestellt. Nimm Dir am besten Lied für Lied vor und versuch erst die Griffe miteinander zu kombinieren (vielleicht sogar zunächst ohne Anschlag). Wenn der Bewegungsablauf sitzt, kannst Du Dich an die einzelnen Akkordwechsel machen. 

Nimm Dir erst einen Song, dann den anderen vor ("Happy Day" und "Blue Boy"). Wenn Du das Gefühl hast, Du kommst mit diesen Stücken zurecht, kannst Du Dir mal "The Mix" anschauen: Hier wird Dur und Moll zusammengemischt. Sobald auch das funktioniert, kannst Du Dich an eine Umkehrung wagen: Aus Dur mach Moll - und umgekehrt...

Kommentare:

  1. Ich habe den Text sehr aufmerksam durchgelesen und muss sagen das er mit viel Witz und Humor geschrieben ist und so für den Leser einfach und schön zu lesen ist.Es hat mir sehr Spaß
    gemacht ihn zu lesen.Was man aber dazu sagen muss ist ,dass man es auf anhieb und beim ersten durchlesen nur schwer verstehen und gleich nachspielen kann,wenn man es nicht von seinen Gitarrenlehrer erklärt bekommt.Dabei ist aber hilfreich, wenn man sich das zugehörige Blatt ausdruckt und genau anschaut, weil das ist wirklich gut verständlich.Was ich außerdem nicht verstehe ist:"Aus Dur mach Moll-und umgekehrt..."Da werd ich wohl am Montag den Gery fragen müssen... :)
    M.R.

    AntwortenLöschen
  2. Da geb ich meinem Vorschreiber recht, beim lesen ist es ein bisschen verwirrend - beim spielen wird es klarer. Da ich die Woche jeden Tag meine Fingerübungen auf meiner E-Gitarre mit Verstärker gemacht habe, bin ich heute hoffentlich fit für den Geri.
    Luis

    AntwortenLöschen