26.02.2012

Orientierung auf dem Griffbrett: Erste Schritte

Zwei Fixpunkte für Einsteiger

Normalerweise heißen die Saiten E - A - d - g - h - e
Grundstimmung: Normalerweise
heißen die 6 Saiten E - A -d - g - h - e
Die sechs Saiten einer Gitarre sind (normalerweise) immer in folgender Weise gestimmt: E – A – d – g- h – e . Punkt aus! Damit ist eigentlich alles erklärt: Jeder Bund entspricht einem Halbton - und ab hier wäre der Rest nur logisches Saiten-Drücken. Mehr brauchst Du nicht wissen, um Gitarre zu spielen.

Trotzdem bleiben die 6 Saiten und vielen Bünde (und deren Potenzial) ein Mysterium. Ein wenig Licht ins Dunkel sollen die ersten wichtigen Fixpunkte auf dem Griffbrett bringen: Der 12. Bund und der 5. Bund. Warum diese Bünde so wichtig für die Orientierung entlang des Gitarrenhalses sind, soll meine Grafik zeigen.
  • Der 12. Bund ist die "Mitte der Saite"

  • Am 12. Bund liegt die Oktave der Grundstimmung

  • Am 5. Bund ist (fast immer) der Ton der nächsten Saite

 

Finde die Mitte!

Der 12. Bund ist auf den meisten Gitarren mit einem Doppelpunkt oder einer ähnlich anmutenden herausragenden Verzierung markiert. Diese Markierung unterstreicht die Bedeutung der Saitenregion, denn am 12. Bund beginnt die Gitarre quasi von vorne. Schließlich entspricht die Stimmung einer ordentlich eingestellten Gitarre dort derselben, wie beim Null-Bund (=Leersaiten), nämlich z.B. die Grundstimmung E-A-d-g-h-e.

Die Mitte der Mitte bringt Licht ins Dunkel!
Die Mitte der Mitte: Der Abstand zwischen Null-Bund
und 5. Bund entspricht dem von 5. und 12. Bund.

Auch das hat seinen Grund: Der 12. Bund stellt die (physikalische) Mitte der Saite zwischen dem Nullbund und dem (jeweiligen) Aufliegepunkt der Saite am Steg dar. Und in dieser Mitte erklingt das erste Referenz-Intervall: Die Oktave. Sie entspricht in der westlichen Harmonielehre nämlich dem Tonabstand von 12 Halbtönen – und damit eben auch 12 Bünden auf der Gitarre. 

Ausnahmefall g-Saite

Eine andere Mitte markiert der 5. Bund. Er ist sozusagen die Mitte der Mitte und liegt rechnerisch genau zwischen Leersaite und 12. Bund. Die Töne, die an dieser Stelle klingen, entsprechen größtenteils dem Ton der nächst folgenden Saite. 

Demnach klingt am 5. Bund der E-Saite ein A (entsprechend der nächsten Saite "A") und am 5. Bund der A-Saite ein D, u.s.w.. Die Ausnahme bildet hier die g-Saite: um den Ton der nächsten Saite zu spielen, musst Du das "h" auf dem 4. Bund der g-Saite drücken. Die Reihenfolge lautet also in dieser Lage: A – d – g – h (4. Bund) – e – a


Stimmen (fast) ohne Hilfsmittel

Auf diese Weise kannst Du z.B. die Gitarre fast ohne Hilfsmittel stimmen. Denn der jeweils höhere Ton (z.B. die e-Saite) muss nur an den Ton der nächst tieferen Saite (in diesem Fall h-Saite) angepasst werden. Zugegeben: Das erfordert in der Praxis etwas Übung. Allerdings können Stimmgeräte dabei helfen, Dein Instrument sauber einzustellen. 

Doch auch darüber hinaus sind der 12. und der 5. Bund durch ihre einfache Funktion (Oktave und "nächste Saite") wichtige erste Fixpunkte in Sachen Griffbrettorientierung.

Weiterführende Links

Übersicht der Töne am 5. Bund
Alle Töne auf dem Griffbrett einfach finden
Griffbrett-Orientierung für Fortgeschrittene

Kommentare:

  1. Find ich auch so Gery.
    Ich merk mir die Reihenfolge d Saiten immer so:
    Eine Alte Dame Geht Heute Einkaufen.
    Super Beitrag- weiter so! :)
    K.P.

    AntwortenLöschen
  2. Der 12. Bund entspricht den Tönen der Leersaiten. Der 5. und 17. Bund sind die Töne der eins höheren Leersaite.

    S.M.

    AntwortenLöschen
  3. Der Eintrag hat mir weiter geholfen.Danke!

    AntwortenLöschen
  4. Gut erklärt und gute Bilder. super

    AntwortenLöschen
  5. Sehr gut erklärt. Hat mir sehr geholfen!!

    AntwortenLöschen